International Marketing Fails

Mit diesen 5 Dingen kackt dein internationales Marketing garantiert ab

Hier liste ich auf, was zu International Marketing Fails führen kann. Kampagnen können fast nie 1:1 übertragen werden.

  1. Keine Verbindung zur Kultur des Landes zu haben

    In der westlichen Kultur bringt der Storch die Kinder. So übernahm der amerikanische Windelhersteller Pampers dieses Bild auch für eine Produkteinführung in Japan. Dies führte allerdings nicht zum Kauf der Windeln, da Pampers sich nicht mit der Kultur Japans auseinandergesetzt hatte. Japaner wachsen nicht mit der Geschichte des kinderbringenden Storches auf. Sie missinterpretierten die Werbung und dachten, der große Vogel wolle ihnen die Kinder wegnehmen. Was hätte Pampers statt des Storches einsetzen müssen? Einen riesigen Pfirsich!
    (Quelle: https://thunderbird.asu.edu)

  2. Mit bloßen Übersetzungen zu arbeiten

    So wollte Panasonic den englischsprachigen Markt mit dem Maskottchen Woody Woodpecker erobern und nannte eins seiner TV-Geräte „The Woody“, was im Englischen auch als Synonym des männlichen Geschlechts verstanden wird. Der Werbeslogan „Touch the Woody“ hat dann auf jeden Fall nicht den damals neuartigen Touchscreen zum Gesprächsthema gemacht. (Quelle: https://www.complex.com)

  3. Nationale Kanäle ignorieren

    Auch wenn internationale Kanäle wie Facebook oder Linkedin generell in vielen Ländern verbreitet sind und als Werbeplattform funktionieren, sollte immer noch ein Blick auf lokale Anbieter geworfen werden. So gibt es in Deutschland noch XING, in Frankreich Viadeo. Auch in Sachen Marktplätze sind lokale Player ein wichtiges Instrument, mit dem man die Ernsthaftigkeit seiner Marktpräsenz sinnvoll untermauern kann.

  4. Synergien aus anderen Märkten nicht zu nutzen

    Sollte man aus den oben genannten Gründen dann tatsächlich auf Synergien verzichten? Nein, hier kommt es auf einen gesunden Mittelweg an. Auch bei vielen kleinen und großen Unterschieden gibt es für alle Länder gewisse Gemeinsamkeiten, die man nutzen sollte. Wie groß die Gemeinsamkeiten sind, hängt stark von der Branche und dem jeweiligen Land ab. Aber viele Themen und Verhaltensweisen sind eben doch global. Da ist es hilfreich, wenn Marketingexperten gemeinsam mit Muttersprachlern an den Märkten arbeiten und nicht jedes Land seine eigenen Erfahrungen macht.

  5. Zu schnell zu internationalisieren

    Im internationalen Marketing gibt es eine Menge zu beachten und falsch zu machen. Deswegen ist es umso wichtiger, vor Markteintritt seine Hausaufgaben zu machen und Chancen und Risiken abzuwägen und die wichtigsten Erkenntnisse zu gewinnen. So wird oft versucht, spanische Produkte auch automatisch auf dem lateinamerikanischen Markt zu platzieren oder deutsche eben auch in Österreich und der Schweiz, weil die Sprache ja praktischerweise schon gleich ist.  Aber hier darf man nicht den Fehler machen und Sprache mit Kultur gleichzusetzen.

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